Microsoft Windows 98
Windows 98 (Codename: Memphis) ist ein ab 25. Juni 1998 von Microsoft vertriebenes Betriebssystem für Rechner mit 32-Bit-Architektur ab dem Intel 80486 und kompatiblen.
Microsoft beendete den Support für Windows 98, Windows 98 SE und Windows ME ab 11. Juli 2006. Diese Betriebssysteme sind im Wesentlichen eine stetige Weiterentwicklung von Windows 95 (1995).
Geschichte
Die Beta-Version „Memphis“ durchlief insgesamt drei Beta-Phasen und eine Pre-Beta-Phase. Die Pre-Beta erschien im Dezember 1996 und ist ab einem bestimmten Datum nicht mehr lauffähig. Als Boot-Logo der Pre-Beta wird „Microsoft Memphis Developer Release“ angezeigt. Sie bietet keine sichtbaren Neuerungen, selbst in den Systemeigenschaften heißt sie noch Windows 95. Allerdings bietet sie z. B. USB-Unterstützung.
Später erschien die Beta 1. Sie beinhaltet folgende Neuerungen:
- In den Systemeigenschaften wird der Hauptprozessor identifiziert (dies wurde in der finalen Version entfernt).
- Titelleisten und Farbverläufe können verändert werden.
- Die Systemsteuerung zeigt den Punkt „Scanners and Cameras“ an.
Mit der Beta 2 wurde „Memphis“ in Windows 98 umbenannt. Da ursprünglich bereits ein Release im Jahr 1997 geplant war, war vorher der Name Windows 97 geplant. Das Setup hat (bis auf ein paar Bilder während des Kopiervorgangs) das Aussehen des Setups der finalen Version. Das Boot-Logo trägt unter dem Schriftzug „Windows 98“ den Untertitel „Microsoft Internet Explorer“, der Untertitel wurde in der finalen Version entfernt. Der Internet Explorer 4.0 ist enthalten und bringt alles mit, was in der finalen Version dabei ist:
- Active Desktop
- Shellerweiterungen
Zudem befindet sich in der Systemsteuerung der Punkt „Benutzerverwaltung“. Außerdem können Ordner mit einem Klick geöffnet werden.
Ursprünglich sollte Windows 98 im November 1997 – und nicht ein 95 C – veröffentlicht werden, allerdings verschob sich dieser Termin bis zum Frühling 1998. Microsoft verkündete offiziell, dass diese Verzögerung dazu diene, ein Upgrade von Windows 3.1 auf Windows 98 zu ermöglichen, in Wirklichkeit integrierte Microsoft währenddessen ihren Internet Explorer 4.01 unlöschbar tief ins Betriebssystem, um so Netscape im laufenden Browserkrieg aggressiv vom Markt zu verdrängen. Erst unter Schadensersatz-Klagen gegen Microsoft im Jahr 1999 wurden unfaire Details öffentlich.
Windows 98 SE (Second Edition) (Build 2222) wurde am 5. Mai 1999 veröffentlicht. Die deutschsprachige Version war am 10. Juni 1999 verfügbar.
Entscheidende Verbesserungen gegenüber der Erstausgabe sind unter anderem – neben einer weiter verbesserten USB-Unterstützung – wesentliche Erweiterungen in der Netzwerkunterstützung, wie z. B. die Internetverbindungsfreigabe (ICS), welche die gemeinsame Nutzung einer einzigen Verbindung ins Internet durch mehrere Rechner ermöglichte. Allerdings war diese Funktion problembehaftet, schwer zu aktivieren und nicht immer stabil. Weiter neu war die Möglichkeit einer unbeaufsichtigten Installation.
Andere SE-Funktionen wie DirectX 6.1, Internet Explorer 5.0, Windows Media Player 6.1, Microsoft Data Access Components (MDAC), Microsoft Installer (MSI) etc. sind im Vorgänger installierbar.